Kleidung, die vergiftet

Chemikalien in Textilien

Immer wieder finden Forscher große Mengen giftiger Chemikalien in Textilien.

Der schöne Schein trügt: Die Handtücher, die Jeans von C&A, das neue Top von Zara und der Kindersitz, der dem Baby Sicherheit im Auto bieten soll – sie alle enthalten mit hoher Wahrscheinlichkeit gesundheits- und umweltschädigende Chemikalien. Das ist keine neue Erkenntnis, die meisten von uns haben eine vage Vorstellung davon, dass große Textilfirmen in fernen Ländern Stoffe mit viel Gift färben, behandeln, bleichen lassen. Trotzdem schocken die Studien dann doch, die einem schwarz auf weiß zeigen, wie giftig unsere Alltagskleidung ist. – Zum Beispiel die, die Greenpeace gerade veröffentlicht hat: http://www.greenpeace.de/themen/chemie/nachrichten/artikel/die_giftige_masche_der_modemarken/

Giftige T-Shirts

Die neuen Studienergebnisse zeigen, dass alle der 141 untersuchten Kleidungsstücke Nonylphenolethoxylate (NPE) enthalten, eine in der EU nur noch eingeschränkt zugelassene Gruppe von Chemikalien, die zwar für Menschen ungefährlich ist, dafür aber Gewässer verschmutzt und eine hormonelle Wirkung auf Wasserlebewesen darstellt. NPE verschmutzen nicht nur die Gewässer in den Billiglohn-Herstellungsländern, sondern beim heimischen Wäschewaschen beiläufig auch die hiesigen. Darüber hinaus fanden die Wissenschaftler im Auftrag von Greenpeace aber auch für Menschen fortpflanzungsschädigende Weichmacher und krebserregende Stoffe, die wir praktisch direkt auf der Haut tragen. Die Umweltorganisation ist nun fleißig dabei, wie vor einem Jahr schon Adidas und H&M nun auch die Modefirma Zara zum Umdenken zu zwingen – mit dabei, alle kleinen Helferlein, die Zara auf deren Facebook-Seite im Rahmen der Detox-Kampagne ihre Meinung posten.

Giftige Regenjacken

Die aktuelle Studie ist nicht die einzige. Über Gift in Outdoor- und Regenkleidung war in diesem Jahr – ebenfalls von Greenpeace –  bereits ein Report erschienen: http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/chemie/gp_outdoor_report_2012_fol_final_neu_03_es_01.pdf Dabei schnitten gerade Jacken für Kinder erschreckend schlecht ab.

Giftige Kindersitze

Auch in anderen Zusammenhängen sind die „lieben Kleinen“ nicht sicher vor Schadstoffen: Ein dänischer Test warnte 2011 vor schädlichen Stoffen in Autositzen, die Kinder ja eigentlich schützen sollten: http://politiken.dk/tjek/sundhedogmotion/forbrugerkemi/ECE1289529/test-afsloerer-skadelig-kemi-i-autostole/ Dabei stellte sich heraus, dass die Sitzbezüge von 3 von 25 untersuchten Kindersitzen Phthalate, also Weichmacher, enthielten – Chemikalien, die die EU wegen ihrer hormonellen Wirkung auf ihrer Liste über gefährliche Chemikalien führt (REACH).

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