Es grünt so grün im Küchenfenster

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Hätten Sie gedacht, dass aus der abgeschnittenen Wurzel eines Porree wieder ein Porree wächst, wenn man sie ins Wasser stellt und dann einpflanzt? – Ich auch nicht, funktioniert aber. Jeden Tag gießen, Licht drauf scheinen lassen und nach 1-2 Woche hat man einen neuen Porree, den man in die Suppe werfen kann!

Reste oder Neuanfänge?

Bisher habe ich die Gemüsereste, die beim Kochen übrig blieben, immer achtlos weggeworfen. Durch Zufall war ich neulich bei dem Vortrag einer Kopenhagener Hobby-Stadtgärtnerin Signe Voltelen von Open Garden Copenhagen – die schöneren Bilder vom Workshop hat allerdings die schwedisch-dänische Bloggerin Frk. Kræsen.  Hier ging es nicht nur darum, wie man selber Mungobohnen-Sprossen, Küchenkräuter, Tomaten und Chilli anbauen kann, am faszinierendsten fand ich ihre Kreativität im Hinblick auf die Wiederverwendung bereits „aufgegessener“ Pflanzen.

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Signe Voltelen kann alles noch einmal gebrauchen: Den „Strunk“ eines Salats, das Wurzelende von Sellerie, Möhre und Knoblauch und die Sprossen von Radieschen, Bohnen und Sonnenblumen. Manche wachsen fröhlich nach (Salat, Porree, Ananas), bei anderem kann man das nachwachsende Grün in Suppen und Salaten essen (Möhrenkraut, Knoblauch-Spross, Bohnenblätter, …). – Der Trend heißt „Re-Grow“.

Natürlich sollte man beim Kauf darauf achten, dass an den Möhren vielleicht noch ein klein wenig Kraut ist und natürlich am besten auch Bio-Gemüse kaufen. Jemand fragte beim Workshop, ob man irgendwas nicht essen könnte. Signe Voltelen, die den Garten ihres Einfamilienhauses am Stadtrand von Kopenhagen für alle öffentlich begehbar gemacht hat, schüttelt spontan den Kopf. Aber dann fällt ihr spontan noch was ein: Von sprießenden Kartoffeln sollte man die Finger lassen, alles andere habe ihr noch nicht geschadet.

Andrang auf dem Fensterbrett

Warum also immer alles neu kaufen, wenn das aufgegessene noch gar nicht „tot“ ist? In meinem Fenster drängen sich inzwischen Basilikum, Bohnensprossen, mehrere wieder grünende Möhrenstümpfe, Porree und Frühlingszwiebeln. Bald werde ich eine Suppe kochen!

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