Oh du … nachhaltige Weihnacht #2: Müllberge unterm Tannenbaum ?!

NachhaltigeWeihnacht2

Jedes Jahr schmälern den weihnachtlichen Glanz die Berge von achtlos hingeworfenem Geschenkpapier und -band, die sich einmal benutzt um den Tannenbaum herum auf dem Fußboden sammeln. Die Pedanten unter uns (mich eingeschlossen) falten sie dann sorgfältig und retten, was noch zu retten ist, ins nächste Jahr. Oma sammelt das Geschenkband, um im Sommer Blumen im Garten damit festzubinden. – Soweit so gut, aber man kann es auch von Anfang an anders angehen. – Eine Ideensammlung.

 

1. Geschmackssache: Altpapier

Es muss ja nicht gleich das "Wurstblatt" sein: alte Zeitungen, Magazine und Prospekte eignen sich als alternatives Geschenkpapier

Es muss ja nicht gleich das „Wurstblatt“ sein: alte Zeitungen, Magazine und Prospekte eignen sich als alternatives Geschenkpapier

Geschenkpapier mehrmals nutzen oder Zeitungspapier als Verpackungsmaterial sind Geschmackssache. Aber es muss ja nicht unbedingt das Wurstblatt mit der Supermarktreklame sein (das vielleicht wegen des „Werbung – nein danke!“-Schilds zum Glück sowieso nicht im Briefkasten landet). Auch Zeitschriften sind irgendwann ausgelesen und landen auf dem Müll. Warum nicht das Geschenk mit einem interessanten Artikel über Wahlen in Nepal verpacken? Hat der Beschenkte gleich noch was zu lesen. Außerdem kann man altes Packpapier, Tapetenreste, Zeitungsteile auch prima bemalen und bekleben – schon hat man eine hippere Verpackung!

 

2. Mal was Ausgefalleneres

Alte Stadtpläne geben schönes Geschenkpapier ab.

Alte Stadtpläne geben schönes Geschenkpapier ab.

Eine schöne Idee habe ich auf Utopia gefunden und gleich umgesetzt. Alte Stadtpläne oder Straßenkarten, die veraltet sind oder die man nicht mehr braucht, geben ein tolles Geschenkpapier ab. Auch sonstige Flyers, alte Kalenderblätter und Prospekte kommen da in Frage. Vielleicht werden in deiner Firma grad Reste entsorgt?

 

3. Stoffiges

Als Verpackung kommen auch Stoffreste (wobei man aus großen Resten Sinnvolleres nähen kann) oder Stoffbeutel in Frage. Schön finde ich Stoffreste aber auch als Geschenkbänder. Bevor die alten Hemden also ins den Container fliegen… vielleicht kann man sie wiederverwenden? – Schön auch der Kommentar von Muhles auf der Utopia-Seite: Kleine Geschenke kann man auch in Wollsocken verpacken. Warum nicht?

 

Zu guter letzt: Der Weihnachtsbaum

Der Bio-Rosmarin aus dem Küchenfenster ist ins Wohnzimmer umgezogen und macht als duftender Weihnachtsbaum was her! (Idee: Christina Leitow @kulturplaneten)

Der Bio-Rosmarin aus dem Küchenfenster ist ins Wohnzimmer umgezogen und macht als duftender Weihnachtsbaum was her! (Idee: Christina Leitow @kulturplaneten)

Zwar keine Verpackung, aber spätestens im Januar auch auf dem Müll: Der Weihnachtsbaum. Wenn es nicht gleich ein wiederverwendbarer Plastikbaum sein soll, fallen mir als Alternative Bäume ein, die sowieso gefällt werden sollten (z.B. aus Sicherheitsgründen) – bei großen Bäumen reicht dann ja auch die Krone. Ich kann mich auch an ein Jahr erinnern, in dem wir aus einem Baum (der im Garten aus Platzgründen weichen musste) zwei gemacht haben. Bei Opa stand die Baumkrone, bei uns ein großer „Strauß“ aus den unteren Ästen. Schön sind auch Bäume in Töpfen, wenn man sie dann einpflanzt oder draußen bis zum nächsten Jahr weiter wachsen lässt. Ansonsten empfehlen sich wenigstens nachhaltig, lokal angebaute Bäume, vielleicht auch Bio-Bäume.

Witzige und ganz alternative Ideen kann man auch auf Twitter finden: Im Gespräch mit baumast (@kultur-nachhalt), Christina Leitow (@kulturplaneten), Nezzform (@nezzform) und RitterThomEisenhardt ‏(@burgenzeit) kam der Rosmarin-Weihnachtsbaum ins Gespräch, der spontan nun auch meinen Fensterstock schmückt. Der sieht gut aus, wächst nachhaltig im Topf, duftet und kann später aufgegessen werden. Klasse!

Baumast hat auf Twitter eine ganze Sammlung schräger Baumalternativen angelegt:

 

 

 

 

Womit packt ihr eure Geschenke ein? Was steht bei euch geschmückt im Wohnzimmer? Wir freuen uns über Bilder & Ideen!

Außerdem im Blog: Nachhaltige Geschenkideen

stammtisch-ohneUnd weil es so thematisch so toll passt, möchte ich den Blogpost auch noch zur plastikfreien Blogparade „Stammtisch für plastikfreies Leben“ von Grüne Zwerge und Grüner wird’s nimmer geben. Dort werden in diesem Monat (bis 5. Januar) weihnachtlich angehauchte Beiträge zum plastikfrei-Thema gesammelt. Fühlt euch eingeladen, dort auch mitzumachen!

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5 Responses to “Oh du … nachhaltige Weihnacht #2: Müllberge unterm Tannenbaum ?!”
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  1. […] gekauften / bekommenen Geschenken an und endet bei der Orgie an Verpackungsmüll (zu der ich ja letztes Mal schon versucht habe, Alternativen zu finden). Was mir auch noch Sorgen bereitet, ist […]

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  2. […] Müllberge unter dem Tannenbaum oder alternative Verpackung? viele gute Tipps von Marlene Das könnte Dich auch interessieren: […]

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  3. […] mit Verpackungsalternativen – von Altpapier bis Stoffresten – angelegt. Ich hab mich auch schon einmal daran versucht und stehe hinter meinen in zum-zweiten-Mal-benutztes-Geschenkpapier verpackten […]

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  4. […] sag nur: 30 Millionen Tannenbäume – hier hatte ich schon mal Alternativen zum klassischen Weihnachtsbaum vorgestellt. Auch in diesem Jahr […]

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  5. […] sinnloses Einmalpapier oder gar glänzende Plastikfolie zu packen. Als Geschenkverpackung gibt es jede Menge tolle Alternativen. Und noch mehr Alternativen. (Immer wieder schön ist z.B. die Klopapierrolle, die zur schicken […]

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