Verpackter Wahnsinn

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Für meine Arbeit habe ich mir beim Online-Laden DaneIt ein Tablet plus Zubehör (Schutzhülle und Schutzfolien fürs Display) gekauft. Heute kam die Lieferung – in DREI Paketen! Auf das Produkt war ich sehr gespannt und freue mich auch, es jetzt kennenzulernen. Aber das exorbitante und überhaupt nicht verhältnismäßige Verpackungsaufkommen hat einen faden Beigeschmack hinterlassen.

20140708_092620_resized Ich hatte gehofft, dass wenn ich alle drei Teile bei der gleichen Firma bestelle, das ganze als ein Paket kommen würde. Stattdessen kommen drei große Kartons, wohlgemerkt am selben Tag, von drei verschiedenen Paketboten! Natürlich kann es auch da sein, dass der Anbieter unterschiedliche Lager unterhält und es daher sinnvoller ist, von jedem ein Paket loszuschicken. Allerdings habe ich kein Verständnis dafür, dass Produkte, die Locker in einen A4-Umschlag gepasst hätten, in einen großen Karton gesteckt und dort dann noch mit Papier gepolstert werden müssen. Genügend Plastikhüllen und Schaumstoffpolster gab es ja auch noch. Das ist Verschwendung, die mir förmlich weh tut. Als Trost habe ich alles schön gefaltet und werde es aufheben für meine nächsten Postpakete. Eine E-Mail an den Anbieter schicke ich noch hinterher.

Was sind eure Theorien dafür, warum sich so eine Verschwendung für die Firmen lohnt?

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Comments
10 Responses to “Verpackter Wahnsinn”
  1. alexander sagt:

    Weil es gerade irgendwie reinpasst: Ich war vor kurzem für zwei Wochen in Groß Britannien. Deren Chipspackungen sehen zu 95% so aus, dass 25g Chips in eine kleine Tüte kommen und dann 6, 8 oder 12 der kleinen Sacker in ein Großes.

    Meine Überlegung war ja, dass die Idee an sich nicht soo schlecht ist. Kleine Packungen für Kinder oder Jugendliche für die Schule, etc. (Würde ich nicht machen, aber soll mir Recht sein.) Nur dass bis auf einen Produzenten (Kettler – auch in Österreich bei der Supermarktkette Spar erhältlich – hat normale 150g-Packungen) alle nur nach dem Prinzip der russischen Puppen arbeiten.

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    • Marlene sagt:

      Stimmt, in dem Fall wäre es für Kinder gut, die Menge zu begrenzen – ähnlich wie bei den kleinen Gummibärchen-Tüten, wenn sie alle sind, sind sie alle. Schade, dass offenbar aber alles in Plastiktüten muss. Ich vermute aber, dass das zum Frischhalten notwendig ist. – Liebe Grüße, Marlene

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  2. gruenzwerg sagt:

    ich habe einmal einen Anbieter angeschrieben, weil erst mir eine kleine Sache in einem Riesekartonvoll mit Verpackungschips geschickt hat seine Antwort:erst hat nur eine Größe an Karton,, das ist billiger, aber die Verpackungschips seien ja abbaubar. Nach einigen Mails habe ich es aufgegeben, der wollte es nicht verstehen- schade, dass sich so viele auf dem abbaubar oder recycelbar ausruhen!
    Viele Grüße von der Zwergenmama

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    • Marlene sagt:

      Finde ich auch. Bei vielen Dingen, die man im Karton kriegt (wie die Folien hier), reicht zudem ein Umschlag, meinetwegen aus Pappe. Ich denke immer, die Firmen verspielen auch die Chance, Sympathiepunkte einzustreichen, wenn sie nicht etwas grüner verpacken. Die Kunden, denen die Verpackung egal ist, würden sich sicher weniger an einer umweltfreundlichen Verpackung stören als wir umgekehrt an der Verschwendungsverpackung!
      Liebe Grüße,
      Marlene

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  3. Das ist wirklich oft gruselig. Wenn ich Bücher etc. bestelle und schreibe, bitte erst liefern wenn alles vorhanden bekomme ich es doch in Teillieferungen. Da will man seinen Teil dazu tun, dass nicht so viel Verpackungsmüll entsteht und dann ist es billiger mehr Verpackungen zu versenden als notwendig.

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  4. Bleibt nur lieber doch nicht bestellen sondern beim Händler vor Ort kaufen… (ich weiß, dass das nicht immer möglich ist, leider!)

    lg
    Maria

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  5. alexander sagt:

    Toll war auch, als ich vor Jahren bei Vans im Online Shop (in DE) eine Hülle für mein Telefon gekauft habe. Die kam mit GLS. Laut Online-Tracking (ich liebe das) flog die 20g schwere Hülle von München nach London, nach Amsterdam, nach München, nach Wien.

    Ich habe bei GLS angefragt, wer da zu viel Schnaps erwischt hat und bei Vans angesucht, mal mit dem Lieferdienst zu reden und gegebenenfalls zu wechseln.

    Es ist nicht immer nur die Verpackung! ^^

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    • Marlene sagt:

      Das ist ja auch ein Ding! Manchmal wundert man sich wirklich, wie das ökonomisch sein kann! Ich kaufe eigentlich gerne online, weil man da ja ganz genau aussuchen kann, was man braucht ohne durch zehn Läden zu müssen. Aber Verpackung und Versand sind dann die Kehrseite 😦

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