#Aufschrei: Beobachtungen aus den Niederungen von Twitter

aufschrei

Ich habe Twitter bisher immer als interessantes Netzwerk kennen gelernt. Besonders wenn es um fachliche Themen wie Nachhaltigkeit und Kultur geht, habe ich über dieses Netzwerk schon viele spannende Bekanntschaften knüpfen können. Auch viele Ideen und angeregte Diskussionen kamen über Twitter. Bei einem Thema aber ist mir inzwischen klar geworden, dass es auch ein anderes Twitter gibt als das, was ich kenne.

Einfach mal die Hashtags #Frauen, #Feminismus oder #Aufschrei verwenden

Für den Selbsttest könnt ihr einfach mal Tweets mit den Schlagwörtern #Frauen, #Feminismus oder #Aufschrei abschicken. Dann kommt fast immer der ein oder andere bissige oder einfach nur dämliche Kommentar zurück.

Heute habe ich zum Beispiel spontan, weil ich gerade etwas dazu gelesen hatte, getwittert:

Interessant – und ich lasse den Wortwechsel jetzt bewusst unkommentiert. Ich habe aber mal auf das Profil der (angeblichen) 18jährigen geschaut, dort wimmelt es nur von solchen Kommentaren.

Ist mir übrigens schon manchmal so gegangen, z.B. hier:

Wunderlich, dass es Leute gibt, die gezielt nach Tweets zum Thema Gleichberechtigung suchen und dann versuchen dagegen Stimmung zu machen. Natürlich ist das ein Thema, das polarisiert. Schade nur, dass offenbar keine vernünftige Debatte in ordentlichem Tonfall dazu stattfindet. Ich werde mal nachschauen, ob es beim Schlagwort #Männer ähnlich läuft.

Ich selbst stehe bei weitem nicht immer auf Seiten der Frauen, sondern plädiere auch da für Gleichberechtigung, wo oft Männer benachteiligt werden (bei Väterrechten z.B.). Wie sind eure Erfahrungen mit Twitter-Diskussionen?

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Comments
4 Responses to “#Aufschrei: Beobachtungen aus den Niederungen von Twitter”
  1. Antonia sagt:

    Ich bin mal in eine Twitter-Diskussion hinein geraten, wo es darum ging, wie das „System“ Hartz IV Empfänger und Arbeitssuchende diskriminiert. Ich wollte damals von einer Studie aus Sicht der Arbeitgeber (die ich selbst durchgeführt habe) berichten. Obwohl ich mich auf keine Seite gestellt hatte, wurde ich sofort zum Feindbild erklärt und ein Shitstorm prasselte über mich ein. Verrückt, wie Leute online kommunizieren, wenn sie nur wenig Zeichen zur Verfügung haben und sich „anonym“ fühlen. Im offline-Dialog würden sich nur wenige trauen, sofort so aufeinander los zu gehen.

    Gefällt 1 Person

  2. merlanne sagt:

    Aua, das tut weh! Ich bin nicht auf Twitter aktiv, doch solche Kommentare gibt es überall (und nicht nur zu diesem Thema). Das gehört leider auch zur Meinungsfreiheit, wir müssen damit leben. Oft vermeide ich es aber, mir solche Kommentare „anzutun“, das ist besser für meine Stimmung 🙂 .
    Ganz liebe Grüsse von einer langjährigen Feministin,
    Claudine

    Gefällt 1 Person

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