Meine neue Jeans – eine Odyssee

neuejeans

Hosenkäufe fallen mir immer besonders schwer. Selten finde eine Jeans, die perfekt sitzt. Wenn die dann noch möglichst nachhaltig sein soll, wird es schwierig. Vor einigen Wochen bin ich aber an den Punkt gekommen, wo nur noch eine Hose gut passte, eine andere sichtbar mehrfach geflickt war und zwei weitere an den Knien Löcher hatten. Warum ich das erzähle und was das mit unserer neuer Linkparty „Einfach. Besser. Nachhaltig. Leben“ zu tun hat, erfahrt ihr gleich.

Zunächst der Anlass: Heute startet in verschiedenen Blogs, die ich alle sehr empfehlen kann, eine Linkparty zum Thema grüner Leben. Mit dabei sind Frederike, Maria, Zora, die Zwergenmama und das Verrückte Huhn. Im Blog „Zwischengeflecht“ steigt die erste Party – und ihr seid dort eingeladen, uns an euren nachhaltigen, grünen Ideen teilhaben zu lassen. Wir sammeln alle Beiträge auf Pinterest und ich möchte meinen hier gleich dazupacken. Weitere Infos zur Linkparty gibt es im separaten Menüpunkt.

Zurück zu meiner Hose. Meine einzige gut sitzende Hose war schwarz und wanderte dementsprechend häufig in die Wäsche (die Flecken sieht man besonders gut).

Versuch 1 – Der Neukauf

In einem ersten Versuch wünschte ich mir eine Jeans von Hess Natur zu Weihnachten. Die ist auch gut verarbeitet und passt ganz gut. Allerdings gefällt mir der Schnitt nicht, was ich von allen Modellen als am tiefsten auf der Hüfte sitzend eingeschätzt hatte, hat trotzdem keine Ähnlichkeit mit einer (von mir bevorzugten Hüfthose). Bei allen Vorteilen werden beim Hosenkauf die Nachteile des Onlineshopping sehr deutlich.

Versuch 2 – Der Gebrauchtkauf

In einem zweiten Versuch durchstöberte ich die eigentlich gut bestückten Kopenhagener Second Hand-Läden. Aber auch da fand ich nichts in der Richtung, wie ich es mir vorstellte in meiner Größe. Das Ganze war auch sehr zeitintensiv und ich gab schnell wieder auf.

Versuch 3 – Der Nachbau

Die selbstgenähte Upcycling-Jeans: Auf den ersten Blick nicht schlecht, in der Praxis aber mangelhaft.

Die selbstgenähte Upcycling-Jeans: Auf den ersten Blick nicht schlecht, in der Praxis aber mangelhaft.

Ich kann nicht abstreiten, dass auch diese Aktion sehr zeitintensiv war. In einem Anflug von Tatendrang übertrug ich meine mehrfach geflickte Lieblingshose auf Transparentpapier, zerschnitt eine ausrangierte Hose eines Freundes und versuchte das Modell nachzunähen und gleichzeitig den alten Jeansstoff zu upcyclen. Die Hose war zwar ein paar Nummern größer, das reichte an manchen Stellen aber trotzdem nicht für die nötigen Nahtzugaben. Im Endeffekt sitzt mein Nachbau sehr eng (es geht aber gerade noch so). Weil ich mich aber aus Faulheit für ein elastisches Bündchen statt Reißverschluss entschied, rutscht sie schnell. Wenn ich mal wieder kreativ bin, sollte ich Hosenträger oder Gürtelschlaufen annähen…

So ganz das Wahre war es auch nicht. Ich muss zugeben mit all den schicken Modeläden mit Billigmode vor der Nase fiel mir das Weitersuchen jetzt schwer, zumal ich öfter mit durchlöcherten Hosen herumlief. Zum Schluss wagte ich noch einmal eine Online-Bestellung einer bio-fairen Hose von Kuyichi und hatte Glück – sie passt!

Wie macht ihr das mit dem fairen Kleiderkauf, der womöglich eine Anprobe erfordert? Habt ihr Tipps?

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Comments
14 Responses to “Meine neue Jeans – eine Odyssee”
  1. Hallo Marlene!

    Das ist wirklich eine Odyssee geworden. Falls es nur an der Farbe (und nicht an Löchern) bei der alten Hose liegt, die könnte man eventuell nachfärben.

    lg
    Maria

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  2. Zora sagt:

    Hi Marlene,
    schöner Einstiegsbeitrag! Die Odyssee kenn ich auch, hab aber zum Glück einen echt gut sortierten Second-Hand-Laden in gut erreichbarer Lage. Da werde ich zwar nicht immer fündig, wenn ich was brauche, aber spätestens beim dritten oder vierten Anlauf find ich dann eine hose die passt, gefällt und wenig kostet.

    LG Zora

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    • Marlene sagt:

      Hallo Zora,
      das ist wirklich gut, so einen Laden zu haben. Mehrere Anläufe muss man bei Second Hand sicher immer einplanen, weshalb die räumliche Nähe entscheidend ist! Ich werde weiter die Augen offen halten nach dem perfekten Laden 🙂
      Viele Grüße,
      Marlene

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  3. Da fällt mir Manomama und Armed Angels ein. Da kannst du bei beiden Online bestellen. Und Manomama Kleider gibt es in Deutschland auch in einigen Reformhäusern. Und ich glaube Armed Angels gibt es mittlerweile in einigen Ländern auch in Kaufhäusern!

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  4. Hosenträger sind doch bestimmt cool.

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  5. anne sagt:

    Oh ja, das kenne ich! Ich kann Dir nur Kleidertauschparties empfehlen – wenn´s keine Öffentliche gibt, dann organisier Dir eine im Freundeskreis. Ich habe so zwei mehr als schöne Jeans bekommen, die den Trägerinnen nicht mehr gepasst haben (nach Schwangerschaft bzw. nach Einlaufen). Und sonst gibt´s doch auch kleiderkreisel oder ubup… Da könntest du auch was finden.
    Viel Erfolg und herzliche Grüße,

    Anne

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    • Marlene sagt:

      Ubup? Kenne ich noch nicht. Aber Kleidertauschpartys im Freundeskreis will ich wirklich gern mal probieren. Setzt allerdings voraus, dass man auch seine eigenen Sachen mal gründlich sortiert 😉
      Danke für deine Tipps!
      Viele Grüße,
      Marlene

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  6. frederike sagt:

    Hi Marlene,
    ich kenn das auch nur zu gut, und Hosen einkaufen gehört absolut nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Meine Lösung besteht darin, im Alltag in Goa-Hosen oder geflickten Jeans durch die Welt zu laufen (gleichzeitig voll der Hippie-Chique). Jetzt, wo der Sommer kommt, trag ich auch wieder viele Röckchen. Für gut habe ich präzise 1 Hose. Länger als 3 Tage darf eine Konferenz also nicht dauern 😉

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    • Marlene sagt:

      Hallo Frederike,
      da geht’s dir ja genau wie mir – wie schön, dass ich da nicht alleine bin! Witzig. Machen wir einfach einen Trend daraus.
      Liebe Grüße und Danke fürs Kommentieren!
      Marlene

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  7. Ich habe zwei Hosen von manomama ausprobiert und mir passen sie leider überhaupt nicht. Auch keine Nummer kleiner oder größer – bei mir rutschen sie und gegeben mehr preis, als ich möchte. Mein Mann dagegen hat zwei Manomama-Jeans mit denen wir vom Schnitt sehr zu frieden sind, eine ist leider komisch ausgeblichen.
    Ein Versuch ist es vielleicht wert?!?

    Gibt es in Kopenhagen nicht auch Läden mit fairer Biomode? (Denke ich vielleicht auch nur, dass du in Kopenhagen wohnst?!?) Ich habe leider keine Lösung gefunden, trage momentan Schwangerschaftsjeans von denen ich eine im Secondhandladen und eine beim Schweden gekauft habe. Aber was bringen mir nachhaltige Hosen, wenn sie nicht passen und ich sie nicht trage? Ich habe mich jetzt für die entschieden, die wirklich sitzt und die ich ebenfalls trage bis sie kaputt ist oder ich sie noch zum Secondhandladen bringen kann.

    Viel Erfolg!
    Lg Nanne

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    • Marlene sagt:

      Hallo Nanne,
      Da warst du ja im genau gleichen Dilemma! Wenn die nachhaltige Mode nicht sitzt, nützt sie im Schrank dann gar nichts. In Kopenhagen gibt es erstaunlich wenig Biomode-Läden, fand ich. Für Kinder schon, für Erwachsene muss man schon suchen!
      Liebe Grüße und danke fürs Kommentieren. Manomama wäre ja noch einen Versuch wert!
      Marlene

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