Blogs sind nicht nur Livestyle und Rezepte: #BloggerFuerFluechtlinge

BloggerfuerFluechtlinge

Manchmal haftet Blogs ja der Ruf an, (gegenüber den „richtigen“ Medien) eher seichte Themen zu beackern wie Kochrezepte, Mode, Lifestyle und was sonst noch eher unanstößig und harmlos wirkt. In diesen Zeiten aber, wo das ernste Thema Flüchtlinge nun auch dem allerletzten in Europa lebenden Menschen nicht mehr entgangen sein dürfte, zeigt eine Gruppe Blogger, dass sie auch politisch werden und etwas bewegen können. – Auch wenn sie sonst hauptsächlich über Essen und Bücher bloggen.

BFF_1508_ButtonOrange2-300x300#BloggerFuerFluechtlinge sammeln Spenden (inzwischen schon über 90.000 Euro!) und verteilen sie an gemeinnützige Organisationen, die sich für Flüchtlinge stark machen. Gleichzeitig ruft die wachsende Gruppe von Bloggern andere Blogger auf, teilzunehmen und zu unterstützen. – Wer hätte gedacht, dass eine Initiative so schnell so groß werden könnte?

Die hitzige Diskussion über den Umgang mit den Flüchtlingsströmen, die in dieser Zeit Europa erreichen (oder eben nicht!), hat für die Medien das Sommerloch 2015 gefüllt. Ich hoffe, dass das wichtige Thema auch zum Herbstanfang nicht in Vergessenheit gerät, sondern dass Politiker das riesige, polarisierende Interesse endlich als Aufruf zum Handeln begreifen. Es muss eine menschenwürdige Lösung gefunden werden, die europäischen Staaten müssen dabei Hand in Hand gehen.

Ich finde, wir sollten uns nicht damit aufhalten, genau aufzudröseln wo am meisten radikale, anempathische und gefühlsstarre Menschen leben – mit einem kurzem Blick ins europäische Ausland, bin ich davon überzeugt, dass der Prozentsatz in allen Ländern etwa gleich ist. Letztens las ich was von ca. 15% radikalen Hassern und ca. 15 % passiven Sympathisanten in Deutschland. Nehmen wir an, in ganz Europa gibt es 30 Prozent von denen. Deshalb ist es so wichtig, dass auch die verbleibenden 70 % Stellung beziehen, sich eine Meinung bilden, diese auch äußern und demokratisch nach einer Strategie zur Hilfe der Flüchtlinge suchen.

Dazu passend ist auch der aktuelle Aufruf von Avaaz an die Politiker Europas (auch wenn dafür noch einmal das herzzerreißende Foto des toten 3-jährigen Jungen herhalten musste).

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Comments
5 Responses to “Blogs sind nicht nur Livestyle und Rezepte: #BloggerFuerFluechtlinge”
  1. Das alles kann ich nur unterschreiben, ich habe mich auch schon beteiligt und hoffe, trotz meiner überschaubaren Leserschaft wenigstens ein kleines bisschen positives beizutragen 🙂

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  2. woolkid sagt:

    Ich finde all die ganzen Flüchtlings-Unterstützungsinitiativen richtig toll, wenn auch der Grund für die nötige Unterstützung nicht so dolle ist. Im Moment gilt es die größte Not zu lindern. Da hilft der Aufruf von avaaz. Aber das Thema sollte uns längerfristig beschäftigen, um die vielfältigen Fluchtgründe anzugehen (das ist keine reine EU-Angelegenheit). Da hilft der avaaz-Arufruf nicht.

    Gefällt 1 Person

    • Marlene sagt:

      Ich hoffe auch, dass die Gesellschaft auch langfristig an dem Thema dran bleibt. Gestern wieder ein krasses Beispiel aus Dänemark: Die Dansk Folkeparti wettert dort gerade gegen Deutschland und meint, dass Deutschland so viele Flüchtlinge, die via Ungern kommen, aufnimmt, sei auf EU-Ebene unsolidarisch. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Und zeigt, dass es in jedem Land kopfleere Menschen gibt.

      Gefällt 1 Person

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