Plastik, Plastik, Plastik

garbage
Plastik. Das Thema begegnet mir an jeder Ecke immer wieder. Nicht nur im Mülleimer, am Straßenrand, im Sandkasten und so weiter.

Silvester hab ich u.a. mit einem dänischen Journalisten gefeiert, der für die dänische NGO Plastic Change auf Hawaii vor kurzem erst neue Filme gedreht hat, die uns internationale Verbraucher etwas besser aufklären sollen über die Folgen unseres verschwenderischen Plastikkonsums. Auf Hawaii hatte Plastic Change bereits mit viel Verschmutzung gerechnet, war dann aber selbst geschockt darüber, WIE VIEL Plastik dort wirklich im Wasser schwimmt:


Plastikfreie Küche

Hübsch sehen sie aus - aus Biowolle, waschbar und wenn sie kaputt sind, kann man sie auf dem Kompost entsorgen: selbstgestrickte Aufwaschlappen.

Hübsch sehen sie aus – aus Biowolle, waschbar und wenn sie kaputt sind, kann man sie auf dem Kompost entsorgen: selbstgestrickte Aufwaschlappen.

Meine Schwiegermutter fasste daraufhin den Vorsatz für 2017, die Plastikbestandteile in ihrer Küche so nach und nach rauszuschmeißen. Weil auch Schwammtücher und Küchenschwämme ganz oft Plastik enthalten, hat sie als allererstes begonnen, so hübsche Lappen zu stricken (und hat auch welche zu Weihnachten bekommen). Außerdem möchte sie sich dann Eco-Schwammtücher aus Restabfällen der Holz- und Baumwiollproduktion zulegen. Gestrickte Handtücher hat sie sowieso schon, die sehen auch sehr schick aus.

Zahnpasta

Zum Thema Plastik passt auch Zwergenmamas Blogpost zur inzwischen 19. Auflage unserer Blogparade „einfach. nachhaltig. besser. leben.“. Sie verrät euch darin ihr Rezept für Zahnpasta, das sie jetzt schon länger getestet hat. In manchen gekauften Zahnpasten verbergen sich ja winzig kleine Mikroplastik-Partikel, die dann nicht nur in unserem Mund, sondern übers Wasser auch in der Umwelt landen. Durch selbst gemachte Zahnpasta vermeidet man aber auch gleich die Plastikverpackung, in der die meisten herkömmlichen Zahnpasten daherkommen.

Logo-4-grünAllerdings muss ich zugeben, dass ich zur selbstgemachten wie zur Biozahnpasta immer noch ein zwiespältiges Verhältnis habe. Viele Biozahnpastas enthalten kein Fluorid, aber die meisten Zahnärzte halten es für einen wichtigen Bestandteil. Mein persönlicher Kompromiss: Morgens nehme ich eine lokal produzierte Biozahnpasta ohne Fluorid (leider in Plastiktube) und abends Zahnputztabletten mit Fluorid. Die Zahnputztabletten (mit oder ohne Fluorid) gibt es (in Läden wie dem hier) in Papiertüten verpackt zu kaufen. Funktionieren ganz prima und machen kaum Müll. Für morgens werde ich aber vielleicht trotzdem mal Zwergenmamas Hexenküchenrezept ausprobieren!

Wer bei der grünen Linkparade mitmachen will, kann einfach passende Blogposts verlinken. Die einzigen Voraussetzungen dafür sind, dass die Blogposts a) zum Thema passen und ihr b) im entsprechenden Blogpost einen Gegenlink zur Linkparade setzt. Wir freuen uns über alle, die mitmachen!

Plastikkunst

Die Collage "Fundstücke - beiderseits des Weges" von Hans-Rainer Mayer.

Die Collage „Fundstücke – beiderseits des Weges“ von Hans-Rainer Mayer.


Schaurig schön? Kunst aus Plastik macht der bildende Künstler Hans-Rainer Mayer. Anlass für seine Kunst, die zum Nachdenken anregen soll, waren Fakten über die Verschmutzung der Weltmeere mit Plastik: „Laut einer Studie der Ellen-McArthur-Stiftung wird 2050 mehr Plastikmüll als Fische in den Ozeanen schwimmen“, schreibt Mayer auf seiner Website. Das Bild oben stammt von ihm. Weitere Kunstwerke gibt es auf seiner Website.

Schöne Gebrauchsgegenstände aus Müll wiederum gibt es häufig im kleinen Warenhaus des Greenpeace-Magazins, wo zum Beispiel aus ausgedienten Greenpeace-Bannern Taschen aller Art entstehen.

Für die Links hier werde ich übrigens nicht gesponsort, sondern ich habe sie völlig freiwillig gesetzt 🙂

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Comments
14 Responses to “Plastik, Plastik, Plastik”
  1. „Laut einer Studie der Ellen-McArthur-Stiftung wird 2050 mehr Plastikmüll als Fische in den Ozeanen schwimmen“
    Was für ein Wahnsinn!
    Wir versuchen ja auch seit geraumer Zeit, Plastik zu reduzieren und denke, dass wir schon alleine aufgrund unseres Lebensstils ganz gut davor sind. Trotzdem fällt hier immer noch soviel Plastikmüll an, das wir uns schämen müssen. Und wenn ich dann erst daran denke, wie egal es manch einem ist.
    Zum Heulen.

    Liebe Grüße, Oli

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    • Marlene sagt:

      Ja, leider gibt es Menschen, die einfach noch nie darüber nachgedacht haben. Die meinen das glaube ich gar nicht mal böse. Und ich finde auch, dass bei mir immer noch zu viel Plastik zusammenkommt! Wirklich deprimierend. Aber mich motiviert dann immer wieder, dass doch immer mehr darauf aufmerksam zu werden scheinen und dass es NGOs wie Plastic Change gibt, die auch aktiv daran arbeiten, dass wenigstens mehr Leute wissen, was unser Konsum anrichtet.
      Liebe Grüße, Marlene

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      • Ja, die Organisationen sind wertvoll und man halt selber in seinem Dunstkreis was bewirken – auch und gerade beim kommunalen Müllsammeln falls es solche Gemeinschaftsaktionen vor Ort gibt. Sonst kann man sie selber initiieren.
        Was den eigenen Konsum angeht habe ich die Hoffnung, dass sich da noch einiges tut, je länger man auf dem Wege ist. Meine Einstellung und meine Art zu leben haben sich im Lauf der Jahre auf dem Weg noch weiter entwickelt und ich gehe in Teilbereichen so weit, wie ich es früher nicht für möglich gehalten hätte. Dann lasse ich mich gerne inspirieren und teste, lese … seit Monaten liegt hier das Buch von Bea Johnson, da kann ich vielleicht auch noch einiges rausziehen. Aber ganz müllfrei oder gar plastikfrei kann und wird es bei uns wohl eher nicht gehen, ausser es ändert sich gesellschaftlich ordentlich was, da mache ich mir wenig Illusionen.
        An die ’nicht Nachdenker‘ kommt man schwerlich ran stelle ich fest, auch wenn sie es nicht böse meinen, die fühlen sich weder in der Verantwortung, noch anerkennen sie das Problem – so zumindest meine Erfahrung. Und ich bin eher nicht der konfrontative Typ sondern spreche sowas wenn überhaupt ziemlich nett an.
        Liebe Grüße, Oli

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      • Marlene sagt:

        Hallo Oli,
        ich auch, ich finde, sofort auf Konfrontation gehen hat keinen Sinn. Denn dann machen die Leute ja das Gegenteil. Würde ich auch. Einfach vorleben, dass es auch anders geht. Ich hab da Bekannte, für die wirken manche Sachen, die ich mache unglaublich, während sie für mich schon Alltag sind. Andererseits gibt es hier in der Blogszene Leute, die noch viele Schritte weiter gehen. Das finde ich auch gut, aber sehe einfach, dass es mit Familie gerade einfach nicht möglich ist. Dann sag ich mir, besser kleine Schritte, als gar keine.
        Ganz liebe Grüße,
        Marlene

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  2. Hallo Marlene!

    Das Thema Plastik ist wirklich überall. Ich war vor kurzem in einem Naturschutzgebiet spazieren und habe dort jede Menge Plastikflaschen und andere Plastikteile entdeckt.

    Zuerst habe ich noch gedacht – wahnsinn, sogar in Naturschutzgebieten werden die Leute Plastik in die Natur! Aber dann ist mir klar geworden, dass das alles angeschwemmt wird aus dem Fluss, der nur wenige 100 Meter danach ins Meer mündet.

    Wie konnten wir bloß diesen „Geist“ aus der Flasche lassen…

    lg
    Maria

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    • Marlene sagt:

      Ja, Wahnsinn. Und dann frag ich mich immer, wie kommt der Plastikmüll eigentlich ins Wasser? Gibt es wirklich so viele Leute, die den aktiv in den Fluss/ins Meer werfen? Oder ist es der Wind? Die Schiffe? Liebe Grüße und danke für deinen Kommentar! Marlene

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      • Hallo Marlene!

        Diese Frage habe ich mir auch schon oft gestellt. Ich denke, dass schon auch viele Verwehungen sind. Wenn z.B. etwas in einen öffentlichen Mülleimer geworfen wird, kann der Wind das sehr leichte Plastik vertragen.

        Oft wird aber auch etwas einfach weg geworfen und der Wind verträgt es ebenfalls in den Fluss. Da Flüsse etwas tiefer liegen, landet fast alles, was aufgewirbelt wird, im Fluss.

        lg
        Maria

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      • Marlene sagt:

        Jedenfalls ist es Wahnsinn, vor allem wenn man das Video sieht, das ich eingefügt habe. Kaum zu glauben! LG und schönen Abend noch!

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      • turboscholz sagt:

        Ja, es ist wirklich unerträglich, diese Plastikmengen im Meer schwimmen zu sehen. Einfach schrecklich. Jetzt im Winter kann man den ganzen Plastikmüll überall rumliegen sehen. Das wurde mir vor kurzem zu viel und ich bin zur Tat geschritten: https://plus.google.com/111456037224513330152/posts/AhBsyMaXggC Leider nur ein kleiner Tropen auf den heißen Stein. Aber irgendwo muss man ja mal anfangen.

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      • Marlene sagt:

        Das finde ich auch, man kann nicht so argumentieren, dass man ja gar nichts machen braucht, weil es nur ein kleiner Teil der Lösung ist. Das würde bedeuten, den Kopf in den Sand zu stecken. Toll, dass du das nicht tust und danke für den Link! LG, Marlene

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  3. Fussel sagt:

    Es gibt leider auch viele Leute, die sich dazu keinen Kopf machen WOLLEN. Ich habe schon öfter „mir doch egal!“ gehört, ob es nun um Müll, ökologisches Verhalten an sich oder miese Arbeitsbedingungen und Hungerlöhne in den Hersteller Ländern geht.

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  4. Iris Rappold sagt:

    Jeder kann einen Teil dazu beitragen, seinen Müll zu reduzieren. … Nur sind leider viele Leute blind oder rücksichtslos… Habe aber schon oft erlebt, dass nur ein dezenter freundlicher Hinweis ausreicht, um die Leute zum Umdenken zu bewegen… viele Leute an vielen kleinen Orten können eine MENGE bewirken— nur heute schon anfangen—- LG an Euch alle… iris

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    • Marlene sagt:

      Hallo Iris! Ich habe den Eindruck, dass die wenigsten Leute mit Absicht blind für ihre Müllproduktion sind. Man ist nur so von klein auf daran gewöhnt, Müll zu produzieren und alle machen es, dass es oft erst andere „Vorbilder“ braucht, damit es „klick“ macht. Ganz liebe Grüße und danke für deinen Kommentar!

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