Upcycling: Was tun mit alten Pullover-Ärmeln?

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Ein kleiner Zwerg aus dem Bekanntenkreis wünscht sich eine neue Zipfelmütze und ich hab aus einem ausrangierten Spannbettlaken (Innenfutter) und einem alten Pullover Stoff zurechtgeschnitten. Den Pullover hatte ich schon in Schulzeiten von meiner Mutter übernommen, glaube ich. Eine Zeit lang fand ich ihn ganz cool, wie er da so schräg lässig an mir herunterhing. Irgendwann ist er dann auf „unerklärliche“ Weise zu kurz geworden und Löcher unter den Armen gab es auch. Das Teil wurde zum „Schrankhüter“, der irgendwann in meiner Upcyclingkiste landete und dort LANGE lag. Jetzt wird ein Teil davon also zu einer Kindermütze.

 

Was tun mit den Ärmeln?

Zerschneidet man einmal so einen Pullover, steht man dann immer mit den Ärmeln da, die nicht so viel Stoff bieten für größere Nähprojekte. Wer Kinder bis ca. Gr. 110/116 hat oder kennt, kann daraus noch ganz bequem und schnell Leggings oder Hosen basteln:

Dazu schneidet man die Ärmel einfach ab, legt sie nebeneinander (1) und schneidet die Naht bis zu der Stelle hin auf, wo ungefähr der Schritt sein soll (2). Dann wendet man den einen Ärmel auf rechts, steckt ihn in den zweiten Ärmel (3) und näht die offene Kante zusammen (4). Danach bringt man oben einen Gummizug oder ein Bündchen an (5). Im wahrsten Sinne des Wortes ALLES übers Bündchen-Annähen erklärt der Blog Mamahoch2. Ist die Hose danach noch zu kurz, lässt sie sich per Bündchen an den Beinen auch noch etwas verlängern. Das war bei mir nicht nötig – fertig ist die Leggings fürs Kind (6).

Hier gibt es noch einmal die Bilder-Anleitung dazu:

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Logo-4-grünJetzt können weiter Erinnerungen an die Schulzeit wach werden, wenn ich die Einzelteile meines alten Pullis als Mütze oder Hose im Alltag wieder zu sehen bekomme. Und weil der löchrige Pulli in der Altkleidersammlung auch höchstens noch geschreddert worden wäre, hat die kleine Upcycling-Aktion sein Leben noch etwas verlängern können. Darüber hinaus entstehen zwei Kinderkleidungsstücke, die keine neuen Ressourcen verbraucht haben. Den Beitrag füge ich zur grünen Blogparade „einfach. nachhaltig. besser. leben.“ hinzu. Dort könnt ihr zwischen einer Vielzahl Blogpost rund um ein nachhaltigeres Leben stöbern – und selbst eure Artikel verlinken.

10 Kommentare

    1. Ja, ich hab schon einige etwas seltsame Hosen aus Ärmeln genäht, aber das hier ist eine Methode, die dann doch zu einem ganz ansehnlichen Ergebnis kommt 😉 – weswegen ich sie teilen wollte. Viele liebe Grüße, Marlene

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  1. Hallo Marlene!

    Wundervolle Idee aus den Ärmeln Leggings zu machen! Dann ist wirklich alles verwertet!

    Ich hätte noch ein paar bereits erprobte Anregungen beizusteuern.

    Stulpen – sowohl für Beine als auch Arme

    selbst genähte Socken – dazu gibt es im Internet einige Schnittmuster

    Schön, dass ich wieder einmal von Dir etwas lese!

    lg
    Maria

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    1. Hallo Maria,
      ja, ich hatte jetzt immer öfter mehr gewerkelt als abends den Computer anzumachen, aber ich hoffe, ich blogge wieder öfter.
      Socken sind auch eine super Idee, da werde ich mal nach Anleitungen sehen. Meine Upcycling-Kiste ist schließlich noch gut gefüllt…
      LG, Marlene

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      1. Hallo Maria, danke für den Link, die Socken sehen ja echt toll aus! Das probiere ich, denn Socken zählen bisher zu den Sachen, die ich nur selten selber mache, weil das Stricken bei mir so langsam dauert.
        Liebe Grüße,
        Marlene

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      2. Hallo Marlene!

        Genähte Socken habe auch eine andere Qualität als gestrickte Socken finde ich. Denn man kann auch dünnere Stoffe verwenden, die gestrickten sind meist doch dicker und nur für den Winter geeignet.

        lg
        Maria

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