Thema „Bio“: Argumente gegen Zweifler und Schönreder

Bio

Wie oft wird man doch als Bio-Einkäufer doch mitleidig belächelt: Dass man auf diesen Marketingtrick hereinfalle. Habe man denn nicht diese und jene TV-Sendung gesehen, die gezeigt hatte, dass Bio-Obst und Gemüse nicht besser / schlechter / auch nicht besser sei als konventionell angebautes. Die Vorteile von bio ließen sich doch sowieso nicht beweisen.

In solchen Gesprächen fehlen mir oft konkrete Zahlen und Argumente, leider kann man nicht immer einen Ordner dabei haben mit Studien, die die Zweifler und Sich-Selbst-Beruhiger widerlegen würden. Hier drei Fakten, die für sich sprechen – kurz und knapp, vielleicht kann ich sie mir dann bis zum nächsten Skeptiker merken…

bio-gemüseDie Zahlen zeigen deutlich, dass – wem das Argument Umweltschutz schon egal ist! – man aus gesundheitlichen Gründen lieber zu Bio-Produkten greifen sollte. Für mich steht also eindeutig fest, dass ich schon meiner Gesundheit wegen und der meiner Familie, weiterhin so viel wie möglich bio kaufe und dafür auch finanzielle Einbußen an anderer Stelle hinnehme. Das habe ich schon während des Studiums so gehalten.

Schwierig wird es für mich persönlich, wenn der Anspruch Regionalität mit Bio-Qualität kollidiert, bzw. nicht genügend regionale Bio-Produkte vorhanden sind. Dann muss ich entweder auf das jeweilige Produkt ganz verzichten oder zu oft sinnfrei in besonders viel Plastik verpackten, weit gereisten Bio-Produkten aus fernen Ländern greifen. Aus oben genannten Gründen kommt für mich konventionell angebautes Obst und Gemüse irgendwie nicht in Frage.

Wie haltet ihr das?

Logo-EiNaBWeil das genau zum Thema passt, gebe ich den Text zur Linkparade „Einfach. Nachhaltig. besser. leben.“, die gerade im Blog Zwischengeflecht stattfindet.

 

 

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Comments
12 Responses to “Thema „Bio“: Argumente gegen Zweifler und Schönreder”
  1. micheil1971 sagt:

    tja das Thema Bio da habe ich auf meinem, noch recht neuen Blog auch was stehen!
    Zitat vom Blog was so meine Meinung darüber gleich kommt:

    “ . . . Doch was ist an einem “Bio-Äpfel” aus Portugal noch Bio?

    Ich persönlich finde es ein Paradoxum, auch wenn die “Bio-Äpfel” noch so ökologisch sinnvoll angebaut und produziert werden, die Ökobilanz auf Grund des langen Transportweges ist verheerend! Auch die Standards der Produktion, jedes Land hat eine andere gesetzliche Definition von “biologisch”! . . “

    mehr auf –> http://regio-markt.com/regio-markt/warum-regio-markt/

    aber das trifft wohl eher das ökologische und nicht das gesundheitliche, da möchte ich auf keinem Fall der oben genannte Studie widersprechen, NEIN absolut nicht. Eigentlich kann ich dies nur bestätigen. Und klar ist dies gesünder.
    Aber „liebes verrücktes Huhn“ was machst Du Dir Gedanken ob die andere Dich belächlen oder nicht, dies wäre mir egal, über sowas stehe ich schon lange, den es ist meine Leben meine Gesundheit und ich besuche den Arzt weitaus weniger fast gar nicht als die lieben Belächeler und wie Du weist
    “ Wer zuletzt lacht, Lacht am besten “ in diesem Sinne,

    mit ganz lieben Grüßen und einen schönen Sonntag

    Micha von Regio-Markt

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    • Marlene sagt:

      Hallo Micha,
      danke für deinen Kommentar, und natürlich hast du recht. Was kümmert mich die Meinung der Belächler? Eigentlich nicht. Aber manchmal handelt es sich ja um Leute aus Freundeskreis und Familie, vielleicht auch mit Kindern, die man doch gern überzeugen möchte. Dafür werde ich mir mal versuchen, die ein oder andere Zahl zu merken 😉 Außer Zweifel steht, dass bio & regional vereint natürlich das beste ist. Es gibt ja auch regionale Bauern, die wenig Pestizide verwenden, sich eine Zertifizierung vielleicht nicht leisten können. Dann wäre es super, wenn sie die Herstellung ganz transparent machen.
      Viele Grüße und danke fürs Folgen,
      Marlene

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      • micheil1971 sagt:

        Hallo Marlene, genau um diese regionale Anbieter zu finden die meinen Wünschen entsprechen habe ich meine seite regio-markt erschaffen, meistens ist ja doch so das man nie genau weiss wo es was gibt, leider ist in meinem Verzeichnis noch wenig vorhanden ist aber auch erst so richtig seit ende August online- wird schon – ich habe festgestellt je mehr man mit Verwandten und Bekannten darüber diskutiert desto mehr fahren Sie sich auf Ihre Meinung fest – man müsste ja sonst nachgeben – meine Philosophie ist mittlereweile einmal darüber reden um Sie für das Thema zu öffnen und dann einfach nur vorleben – wirkt meiner Meinung am Besten. – Fürs re folgen auch ein DICKES DANKE zurück und libe Grüße Micha

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      • Marlene sagt:

        Hallo Micha,
        du hast recht. Ich argumentiere auch nur, wenn ich gefragt werde und lebe sonst einfach nur vor wie ich es für richtig halte. Ich wünsch deinem Portal viel Erfolg!
        Viele Grüße,
        Marlene

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      • micheil1971 sagt:

        Danke Dir, liebe Grüße Micha

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  2. Hallo Marlene!

    Das ist sicher ein Dilemma! Ich persönlich halte es so, dass ich auf den Wochenmärkten in der Nähe direkt vom Produzenten auch „nicht-bio“ kaufe. Nicht alle Betriebe haben das Geld, sich biozertifizieren zu lassen. Bei so Kleinbauern vertraue ich darauf, dass das Gemüse und Obst naturnahe produziert wird (wenn ich kein Bio bekomme).

    lg
    Maria

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    • Marlene sagt:

      Hallo Maria,
      die regionalen Erzeuger fördern möchte ich eigentlich auch. Manchmal fände ich es noch besser, wenn sie noch transparenter machen könnten, wie sie ihre Waren produzieren… Aber vielleicht hilft, oft genug nachzufragen.
      Liebe Grüße,
      Marlene

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  3. woolkid sagt:

    Bio ist natürlich allem anderen vorzuziehen. Aber auch da gibt es Licht und Schatten. Biokartoffeln aus Ägypten z.B., für deren Anbau Unmengen an Wasser benötigt werden (und dann noch der Transportweg), sind nun auch nicht besonders ressourcenschonend. Und das mit den Zahlen ist so eine Sache. Sie sind meist nicht objektiv. Der 320-fache höhere Pestizidgehalt bei konventionellem Anbau hört sich schlimm an in der Monitoring-Studie. Ist aber ein Mittelwert aller untersuchten konventionell angebauten Gemüseproben. Und ich vermute, die kamen aus allen Herren Ländern. Es wird also keine Unterscheidung gemacht zwischen regionalem Anbau oder Import (wenn ich es richtig verstanden habe). Laut dem Greenpeace-Ratgeber „Essen ohne Pestizide“ und laut Verbraucherschutzinitiativen weist regional Angebautes keine zu hohen Pestizidwerte auf und wird empfohlen. Bio ist natürlich besser, aber ich kaufe auf dem Wochenmarkt auch saisonale regionale Produkte.

    Gefällt 2 Personen

    • Marlene sagt:

      Ich möchte hier auch wirklich nicht die Kartoffeln aus Ägypten und die Äpfel aus Neuseeland verteidigen. Mir ging es darum, überhaupt Zahlen zu haben, wenn mal wieder jemand danach fragt. Gerne schaue ich mir noch einmal den Greenpeace-Ratgeber an, danke für den Hinweis darauf – und umso besser, wenn heimisches Obst und Gemüse okay ist! Nur Äpfel werden auch hierzulande wohl ziemlich vergiftet (Quelle: Greenpeace-Mitgliederzeitung). Vielleicht merkt man dem Endprodukt dann nicht mehr an, dass deutsche Äpfel einmal wöchentlich besprüht werden. Aber dem Grundwasser und den Böden leider. Mit dem Post ging es mir erst einmal darum, Argumente für die zu finden, die auf Grund irgendeiner TV-Sendung denken, bio oder nicht bio ist prinzipiell egal, nur das eine ist teurer. Über die Feinheiten und welche Prioritäten man dann setzt, muss man im Anschluss natürlich auch noch nachdenken. Verbraucher sein, ist gar nicht so einfach 🙂
      Liebe Grüße!
      Marlene

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      • woolkid sagt:

        Hi Marlene,
        ja, Verbraucher heute zu sein erfordert fast schon ein wissenschaftliches Studium. Ist alles recht umfangreich und komplex. Ich wünsche mir da schon mehr Infos von Seiten der Anbieter. Mit den Äpfeln hast Du recht. Greenpeace unterscheidet ja auch zwischen Ost (teilweise schon schädlicher) und Gemüse (bedingt empfehlenswert).

        Gefällt 1 Person

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