Bio-Produkte und das nötige „Drumherum“

Warum steckt der Bio-Joghurt nicht im Glas oder im Tetrapak?

Wer auf gesunde, nachhaltige und umweltfreundliche Ernährung achten will, kauft vielleicht so wie ich immer häufiger Bio-Produkte. Bei genauerem Blick auf die Produktpalette stellt sich dann die Frage: Wieso ist der Joghurt im Plastikeimer statt im Tetrapak und der Bio-Honig im Kunststoffbecher statt im Glas? Was machen die Bio-Tomaten in zwei Schichten Folie statt in einem Pappkarton? Wieso sind die Bio-Bananen noch mal in eine Tüte gepackt? Fragen über Fragen.

Probeweise bin ich einmal auf die Website eines Bio-Joghurt-Anbieters gegangen, um vielleicht mehr über die Verpackung zu erfahren. Aber außer dem Produktnamen verrät man hier nichts. Natürlich beziehen sich die Bio-Siegel meist auch nur auf den Inhalt. Das EU-Biosiegel und das deutsche staatliche Bio-Siegel sagen per Definition auch nichts über die Produktverpackung aus, sondern sichern v.a. die Verwendung von mind. 95% biologisch angebauter Lebensmittel. Aber warum ist die Verpackung eigentlich so oft noch von der Umweltfreundlichkeit ausgeschlossen? Tatsächlich sind Bio-Anbauverbände wie Demeter, Bio-Land, Naturland u.a. oft viel strenger als das EU-Siegel und achten auch auf eine möglichst nachhaltige Verpackung. Schade, dass es „Bio“ immer noch in so vielen Abstufungen gibt und nicht alle Hersteller von Bio-Produkten auch auf das angemessene „Drumherum“ achten.

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Comments
7 Responses to “Bio-Produkte und das nötige „Drumherum“”
  1. kakuko sagt:

    marlene, du sprichst mir aus der seele! wieso muss man sich immer für eines entscheiden: bio, fairtraide oder ökologisch (also ohne plastik)? gutes beispiel ist (bio)rohrzucker. warum muss man den fast immer in plastiktüten verpacken, wenn der normale zucker doch auch mit papier auskommt? oder warum sind EZA fairtrade schokolade und kaffee immer in plastik verpackt?
    schön, dass sich andere auch darüber aufregen! 😉
    lg. tanja

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    • Marlene sagt:

      Hallo Tanja,
      ja, warum, warum, WARUM? Ich hoffe, dass die Hersteller sich früher oder später mal in den Blogs umsehen. Den besagten Rohrzucker habe ich gestern erst wieder gekauft. Ich bin mir sicher, der würde auch in der Papiertüte nicht verderben! Die Fairtrade-, Bio- und Ökologiekäufer sind doch größtenteils genau die gleichen Leute, die alles in einem wollen. (Falls nicht, würde mich das echt wundern!)
      LG, Marlene

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  1. […] Supermärkten immer im Plastikbecher statt im Glas daherkommt – Gedanken dazu auch im Beitrag “Bio-Produkte und das nötige Drumherum”. Habt ihr auch schon so verrückte Verpackungen im Supermarkt gesehen? Sagt gern Bescheid, dann […]

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  2. […] weiß, ich habe das Thema hier schon mal thematisiert. Aber es regt mich immer mal wieder auf. Vor kurzem habe ich gleich mehrere […]

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  3. […] die Bohne interessieren? Sind das die gleichen, denen es nichts ausmacht, dass Biogemüse so oft in dummer Plastikverpackung […]

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